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"Wenn Steine sprechen könnten“:

 

Denkmäler, Gedenksteine und eine Gedenktafel in Gronau (Leine)

 

Ehrenmal (1870/71), Denkmal der Völkerschlacht bei Leipzig (1813- Einweihung 18. Oktober 1913), Ehrendenkmäler am Hohen Escher (1914-18 und 1939-1945),  

 

Friedrich- Ebert- Gedenkstein (Einweihung am 5. Juli 1931), Gedenktafel (von 1920) und Gedenkstein der Freiwilligen Feuerwehr

 

Zusammenstellung: Dieter Schütte

 

Gronau- Auf dem Berg des Hohen Escher, im östlichen Stadtteil Gronaus, ließ die Stadtverwaltung 1911 einen kleinen, lieblichen Park hinter der damaligen Bergmühle (im heimischen Sprachgebrauch auch Windmühlenpark oder Schusterpark- benannt nach dem ehemaligen Ratsherrn Schustermeister Wöckener) mit Kinderspielplatz und Rodelbahn anlegen, der sich unter steter Pflege und Erweiterung in den vergangenem 100 Jahren, zu einem Schmuckstück entwickelt hat. Zahlreiche Bänke laden zur Ausschau auf Gronau und die Bergzüge des Leinetals ein.

 131 Söhne der Stadt Gronau haben im Ersten Weltkrieg (1914-1918) ihr Leben lassen müssen. Diesen Toten zum Gedächtnis- den Lebenden zur Mahnung- ist im Stadtpark am Hohen Escher ein großes Ehrenmal aus Kalkstein errichtet. Die Namen sind in den zwölf kreisförmig aufgestellten Säulen gemeißelt- zwischen den viereckigen Säulen stehen fünf steinerne Bänke. Die Mitte des Denkmals bildet ein steinerner Opfertisch nach altgermanischer Art, und daran stehen die Worte aus Schillers Tell: „Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern“- ferner: „Unseren Treuen Toten 1914-1918“, „Durch Nacht zum Licht“, „Durch Kampf zum Sieg“ und „Errichtet 1923“. Im Grundstein liegen Urkunden über die allgemeinen örtlichen Verhältnisse zur Zeit der Errichtung. Mit Bäumen und Pflanzen ist es ein Werk des Hildesheimer Architekten Küsthardt. Bei der Einweihungsfeier, am 23. September 1923, hielt Lehrer Wilhelm Schramme eine ergreifende Weiherede.

Weiterlesen: Ehrenmäler am Hohen Escher der Weltkriege 1914-1918 und 1939-1945

Am ehemaligen Feuerwehr-Schlauchturm (heute Eingangsfoyer des Jugendzentrums) erinnert über der Eingangstür noch eine Sandsteintafel der Freiwilligen Feuerwehr Gronau mit folgendem Wortlaut: „Gedenktafel Ihren im Weltkriege 1914-18 gefallenen Kameraden gewidmet Gronau 1. Juli 1929 Frwl. Feuerwehr F. Bode, A. Greve, F. Grote, F. Hagemann, W. Sasse, H. Hoffmeister, F. Kapune, W. Kapune, W. Klingeberg, P. Kirsch, W. Paland, A. Schaper, H. Schüssler, A. Höhle.

Weiterlesen: Gedenktafel und Gedenkstein der Freiwilligen Feuerwehr Gronau

Als das deutsche Volk im Jahr 1913 die Jahrhundertfeier seiner Befreiung von Napoleon beging, regte sich der Wunsch in Gronau nach einem Erinnerungsmal. Besonders der Krieger- und Verschönerungsverein setzten sich für den Gedanken ein. Der Kreis Gronau stiftete eine ansehnliche Summe, Sammlungen wurden abgehalten, der Fürst von Stolberg-Werningerode schenkte einen Felsblock aus der Steinernen Renne (Harz), als Platz wurde eine Stelle vor dem Leintor zwischen den beiden Brücken bestimmt, und am 18. Oktober 1913, dem 100-jährigen Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, konnte feierlich das Denkmal enthüllt werden: auf dem Felsblock breitete früher ein Adler seine Schwingen aus. Die eingemeißelten Inschriften (vorn) beinhalten: „Zur Erinnerung an den Freiheitskampf des deutschen Volkes 1813“, auf der Rückseite, dem Sportplatz der Jugend zugekehrt: „Ans Vaterland ans treue schließ dich an“. Vor dem Denkmal liegen zwei Steine mit der Beschriftung: „Leipzig“ und „Ein Volk, ein Herz, ein Vaterland“. Auch in diesem Grundstein bezeugen Urkunden die allgemeinen örtlichen Verhältnisse zur Zeit der Errichtung. 

Weiterlesen: Erinnerungsmal: Völkerschlacht bei Leipzig

Das älteste Gronauer Denkmal, als Siegeszeichen für den Krieg von 1870/71 gegen Frankreich errichtet, wurde 1872 auf dem Marktplatz geweiht und steht heute am Bantelner Weg- in Höhe des Johanniter-Krankenhauses. Es ist ein nach oben verjüngter Vierkantstein; er trägt die Worte: „Zur Erinnerung an den Feldzug 1870-71“, „Nichtswürdig ist die Nation die nicht ihr Alles freudig setzt an ihre Ehre“ und „Die Stadt Gronau ihren tapferen Söhnen“. An dem vierkantigen Grundblock sind die Namen der beiden gefallenen Gronauer eingemeißelt: „Es fanden den Heldentod: Wilhelm Peter bei Pange am 14. August,  Theodor Heese bei Mars la Tour am 16. August 1870“. Lange Jahre wurden die Schulfeiern am Sedantag (2. September) auf dem Marktplatz vor diesem Denkmal abgehalten. 

(Quelle: Geschichte der Stadt Gronau von Pastor Theodor Siegemann und Kantor Wilhelm Schramme, mit freundlicher Unterstützung durch das Gronauer Stadtarchiv)

Weiterlesen: Denkmal 1870/71 am Bantelner Weg

Friedrich-Ebert-Gedenkstein 1931 am Bantelner Weg feierlich enthüllt

Schlichtes Denkmal mit einfacher Inschrift

Vorwort/ Einleitung: Dieter Schütte

 

Weiterlesen: Friedrich-Ebert-Gedenkstein

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Kommentare

  • Hof Gesemann

    Janine
    Hallo, Weiß denn jemand, wem der Hof heute gehört ?ich würde mich gern informieren ob Interesse an Vermietung/ Verkauf besteht . LG Janine

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  • Fernseh-Daniel

    Szepans Enkel
    Vorne bei Gemüse-Klose hat meine Mutter gearbeitet

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  • Die Geschichte der Stadt, Teil 4

    Katrin Lützen
    Hallo. Ich fand es sehr interessant hier über meinen Urgroßvater Adolf Marhenke zu lesen, auch wenn es nur ein Kommentar war. Falls Sie noch einige Dokumente über ihn haben würde ich mich sehr freuen wenn sie Kontakt mit mir aufnehmen würden. (Ronja-katrin@hotmail.de) Viele Grüße

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  • Das schreckliche und glückliche Ende

    Carsten H.
    Interessant, dann scheint ja der zweite Weltkrieg an Gronau vorbeigeschlittert zu sein! Gibt es noch mehr Berichte aus dieser Zeit?

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  • Top in Gronau (Leine)

    Ano Nymos
    Fotos Erster Schnee 2016 Hallo Alt-Gronau-Leine Team, zuerst einmal alles Gute für 2016. Vielen Dank an Andreas Müller für die Fotos! Wenn man wie ich 40 Jahre nicht mehr in Gronau wohnt, haben diese Bilder einen besonderen Wert. Stellenweise ist die Zeit stehen geblieben; anderenorts hat sich doch einiges verändert. Schön, dass man auf diese Art 'auf dem Laufenden' bleibt. Nochmals DANKE und WEITER SO!! Viele Grüße aus Italien Ano Nymos alias Karl Napp

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  • Die Geschichte der Stadt, Teil 1

    Willfried Voigt
    Das Buch, die grüne Chronik, wird von mir, einem gebürtigen Gronauer hoch in Ehren gehalten. Übrigens als zu Anfang der Fünfziger Jahre die Brücke am Steintor neu gebaut wurde. Sind noch viele Kanonenkugeln aus der Stiftsfehde zum Vorschein gekommen. :roll:

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  • Wannenbad in der alten Volksschule

    Karl Napp
    Vielen Dank für den Beitrag! Jetzt, wo ich dies lese, werden Erinnerungen wach... Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass dieses Angebot wahrgenommen wurde. Ganz dezent übrigens... Kann sich heute keiner mehr vorstellen, dass dieses Angebot notwendig war.

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  • Verlegung der Despe

    Ano Nymos
    Der Grund für die Verlegung der Despe war, der normalerweise harmlose Bach sich bei Schneeschmelze und starken Gewittern im Hildesheimer Wald in ein reißendes Gewässer verwandelte und die Gebiete nördlich der Bahn, also Gartenstraße, Bleichenstraße und den Kleiweg unter Wasser setzte. So viel ich weiß hat die damalige Firma Kiss das Despewehr für ein kleines Wasserkraftwerk (4 KW???) benutzt.

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  • Herzlich Willkommen auf den neuen Seiten von "alt-gronau-leine"

    Burkhard Gottfried
    Danke für die Blumen :-) ich habe es für dich nachgeholt, damit du siehst, dass es funktioniert....aber einen Hartmut Müller gibt es hier (noch) nicht!

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  • Herzlich Willkommen auf den neuen Seiten von "alt-gronau-leine"

    Ano Nymos
    Liebe Website - Betreiber! Leider konnte ich meinen Kommentar nicht absenden: Der Code wird nicht angenommen. (Entweder liegt's an mir oder an Euch - keine Ahnung) Wie dem auch sei: Ich möchte Euch allen zu Eurer Website beglückwünschen. Da steckt bestimmt viel Arbeit drin, für die ich mich auf diesem Wege bedanken möchte. Gerade für diejenigen Gronauer, die es aus welchen Gründen auch immer in die Ferne verschlagen hat, ist Eure Seite eine wahre Fundgrube. Beim Betrachten der alten Fotos werden ...

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